Wer am Dienstagabend am Menzer-Werft-Platz vorbeikam, konnte es sehen: Der Bauzaun steht fast vollständig, die Bühne ist zu großen Teilen aufgebaut, das Gelände nimmt Gestalt an. Noch liegen Kabeltrommeln herum und Stapler drehen ihre Runden, aber die Silhouette steht schon, und wer sie einmal gesehen hat, weiß, was Geesthacht am Wochenende bevorsteht.
Am Freitag und Samstag, 7. und 8. August, geht das Dynabeat Festival in seine dritte Ausgabe. Erstmals über zwei Tage. Das wird ein wildes Wochenende an der Elbe.
Vom Stadtjubiläum zum größten Open Air der Stadt
2024 als Idee zum 100-jährigen Stadtjubiläum entstanden, 2025 die zweite Ausgabe mit Special D. und Brooklyn Bounce DJ, jetzt der Sprung auf zwei Festivaltage. Hinter Dynabeat stehen Roman und Helmo, die als DJ-Duo Bassmassage selbst auflegen und das Format aus der Szene heraus aufgebaut haben. Das Fachmagazin DJ Mag berichtet, die Veranstalter rechneten in diesem Jahr mit bis zu 5.000 Besucherinnen und Besuchern.
Die Klammer bleibt die alte und passt weiterhin zu gut, um sie nicht zu erwähnen: Alfred Nobel hat 1866 genau hier das Dynamit erfunden. Wo früher die Pulverfabrik stand, steht jetzt das Soundsystem.
Das Line-up
Timetable
- 15:00 – 16:00 Sambo
- 16:00 – 17:00 ZIMONA
- 17:00 – 18:00 Robin White
- 18:00 – 19:00 Blondee
- 19:00 – 20:00 Nick Schwenderling
- 20:00 – 21:30 Westbam
- 21:30 – 23:00 Bassmassage
- 23:00 – 00:00 FYRO pres. Rave Classics x Hyperdrive
- 14:00 – 15:00 Steve Norton
- 15:00 – 16:30 Paul Debonaire
- 16:30 – 18:00 Starsplash Franky Tunes
- 18:00 – 19:00 Leon Brooks
- 19:00 – 20:30 Bassmassage
- 20:30 – 21:30 Aenna Caelum
- 21:30 – 23:00 Gestört aber Geil
- 23:00 – 00:00 Alpakabuddy
Freitag, 7. August: Sambo, ZIMONA, Robin White, Blondee, Nick Schwenderling, Westbam, Bassmassage, FYRO pres. Rave Classics x Hyperdrive.
Samstag, 8. August: Steve Norton, Paul Debonaire, Starsplash (Franky Tunes), Leon Brooks, Bassmassage, Aenna Caelum, Gestört aber Geil, Alpakabuddy.
Zwei Namen stechen heraus. Westbam am Freitag, seit den frühen Neunzigern eine der prägenden Figuren der deutschen Rave-Kultur, spielt von 20 bis 21.30 Uhr. Gestört aber Geil am Samstag, das Duo mit den Chart-Erfolgen und der ganz großen Festivalroutine, übernimmt von 21.30 bis 23 Uhr. Beides Namen, die man in Geesthacht nicht alle Tage auf einem Plakat liest.
Eine Änderung gibt es: DJ Dean, ursprünglich für Freitag angekündigt, hat laut Veranstalter gesundheitsbedingt absagen müssen.
Wann es losgeht
Der Timetable auf dynabeat.de nennt als ersten Act am Freitag Sambo um 15 Uhr, am Samstag Steve Norton um 14 Uhr. Schluss ist an beiden Tagen um Mitternacht.
Ein Hinweis für alle, die früh dabei sein wollen: Im Veranstaltungskalender auf geesthacht.de ist für den Freitag 17 Uhr als Beginn eingetragen. Der dortige Eintrag gibt allerdings einen älteren Planungsstand des Veranstalters wieder, er listet auch nur die ersten angekündigten Acts, Westbam taucht dort gar nicht auf. Maßgeblich ist der Timetable auf dynabeat.de, der ausdrücklich unter Änderungsvorbehalt steht.
Was man vorher wissen sollte
Einlass ab 16 Jahren, unter 18 nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten.
Bezahlt wird ausschließlich bargeldlos. Das Festivalarmband ist die Geldbörse, aufgeladen wird vorab online, am Einlass in bar oder an den Terminals per Karte. Restguthaben gibt es nach dem Festival online zurück, eine Barauszahlung vor Ort ist nicht möglich, also lieber in kleinen Schritten nachladen als kurz vor Mitternacht großzügig aufrunden.
Eine Tageskasse wird es nur geben, wenn überhaupt noch Kapazitäten frei sind. Wer sicher rein will, kauft vorher online.
Parkplätze gibt es am Gelände, aber begrenzt. Für Geesthachterinnen und Geesthachter ist der Weg zu Fuß oder mit dem Rad ohnehin die schönere Variante, gerade auf dem Rückweg am Elbufer entlang.
Das Gelände ist nach Angaben des Veranstalters barrierefrei zugänglich, mit barrierefreien Sanitäranlagen und erhöhten Bereichen. Ansprechpartner für Fragen zur Barrierefreiheit ist Lucas Kurth beim Veranstalter.
Neben der Bühne gibt es Foodtrucks, Bars und regionale Kunst auf dem Gelände.
Tickets und alle weiteren Infos: dynabeat.de
Noch drei Tage. Dann wackelt der Rote Platz.