Nachtragshaushalt 2025: Geesthachts finanzieller Kassensturz
Warum wir jetzt über die echte Schuldenlast sprechen müssen.

Von Erdal Torun
Symbolbild Finanzkrise Geesthacht

Die Zahlen lügen nicht. Der Nachtragshaushalt 2025, der in diesen Tagen die Gremien beschäftigt, ist kein gewöhnliches Verwaltungsdokument. Er ist das Protokoll einer Stadt am Limit.

Defizit 12,4 Mio €
Investitionen -15%
Zinslast +22%

1. Die Explosion der Ausgaben

Jahrelang hat Geesthacht auf Kredit gelebt. Die Zinswende trifft uns nun mit voller Härte. Während die Einnahmen aus der Gewerbesteuer stagnieren, fressen die Sozialausgaben und die Kreisumlage den Spielraum auf.

„Wir können nicht mehr so tun, als wäre alles beim Alten. Der Nachtragshaushalt ist die Quittung für eine Politik, die zu lange auf Wachstumshoffnungen gesetzt hat.“

Besonders kritisch ist die Lage bei den Personalkosten. Die Tarifabschlüsse im öffentlichen Dienst sind berechtigt, belasten die kommunale Kasse aber zusätzlich um Millionenbeträge, für die es keine Gegenfinanzierung gibt.

2. Sanierung oder Stillstand?

Wenn wir jetzt nicht umsteuern, droht die vorläufige Haushaltsführung. Das würde bedeuten: Keine neuen Projekte, nur noch Pflichtaufgaben. Ein Albtraum für eine Stadt, die wachsen will.

Ein Blick auf die Investitionsliste zeigt: Wichtige Infrastrukturmaßnahmen werden geschoben. Die Sanierung unserer Straßen und Schulen gerät ins Stocken. Das ist ein gefährliches Erbe für die nächste Generation.